Die Oberfläche ist dasselbe harte Schichtstoff-Material, aber eine HPL-Platte ist eine dünne Schicht auf einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff, während eine Kompaktplatte durch und durch aus Schichtstoff besteht. Der Unterschied zeigt sich, wenn Wasser an eine Kante kommt.
Kompaktplatte oder HPL auf Trägerplatte ist eine Wahl, die in Leistungsbeschreibungen für Einbaumöbel in Schulen und Kitas immer wieder auftaucht. Die Oberfläche sieht gleich aus und fühlt sich gleich an, der Unterschied liegt darunter. HPL ist eine dünne Schicht, die auf eine Trägerplatte aus Spanplatte oder MDF geklebt wird. Die Kompaktplatte ist dasselbe Material, zu einer Platte gepresst, die durch und durch aus Schichtstoff besteht. Das entscheidet, wo die beiden eingesetzt werden können.
HPL, also Hochdruck-Schichtstoff, entsteht aus Lagen von Papier, die mit Harz getränkt und unter hohem Druck und Hitze verpresst werden. Die oberste Lage trägt die Farbe oder das Dekor. Als Oberfläche eines Möbels ist der Schichtstoff dünn und wird auf eine Trägerplatte geklebt, und die Kanten werden mit einem Kantenband geschlossen.
Melamin sieht ähnlich aus, ist aber etwas anderes. Hier wird eine einzelne Lage harzgetränktes Papier direkt auf die Spanplatte gepresst. Das ist günstiger als HPL und verträgt weniger Abrieb und weniger Stöße, und es ist die weiße Oberfläche, die die meisten von Schränken und Regalen kennen.
Die Kompaktplatte ist Schichtstoff in voller Stärke. Es sind so viele Lagen Papier und Harz, dass die Platte massiv wird und sich selbst trägt. Der Kern ist meist schwarz und zeigt sich als Streifen an der Kante, es gibt aber auch Platten mit farbigem Kern.
Die Oberfläche ist bei beiden Platten dicht. Den Unterschied macht die Kante. Bei HPL auf Trägerplatte ist die Kante ein Kantenband auf Spanplatte oder MDF, und jedes Loch für ein Scharnier oder ein Rohr geht durch den Schichtstoff ins Holz. Steht Wasser an einer Kante oder in einem Loch, saugt die Trägerplatte es auf. Spanplatte und MDF quellen auf, wenn sie nass werden, und sie ziehen sich nicht wieder zusammen, wenn sie trocknen. Das Kantenband löst sich, und das Möbel muss ausgetauscht werden.
Feuchtebeständige Spanplatten und MDF halten in feuchten Räumen länger, sind aber immer noch Holz, und stehen sie im Wasser, nehmen sie Schaden.
Die Kompaktplatte hat keinen Kern, der Wasser aufsaugen kann. Eine Kante oder ein Bohrloch besteht aus demselben dichten Material wie die Oberfläche, sodass die Platte in einem Raum stehen kann, in dem Wasser auf dem Boden steht und die Möbel jeden Tag abgewaschen werden.
| Eigenschaft | HPL auf Trägerplatte | Kompaktplatte |
|---|---|---|
| Aufbau | Dünner Schichtstoff auf Spanplatte oder MDF | Schichtstoff durch und durch |
| Kanten | Mit Kantenband geschlossen | Geschliffen und mit Kern sichtbar |
| Wasser | Verträgt Wasser auf der Oberfläche, nicht in Kanten und Löchern | Verträgt Wasser überall |
| Selbsttragend | Nein, sitzt in einem Möbel | Ja, z. B. als Trennwand auf Füßen |
| Gewicht | Wie die Trägerplatte | Schwerer als eine Holzwerkstoffplatte |
| Preis | Am günstigsten | Teurer |
HPL auf Trägerplatte ist eine gute und günstigere Wahl für Schränke und Fronten in trockenen Räumen, etwa Klassenzimmern und Büros. Die Kompaktplatte gehört dorthin, wo Wasser die Möbel trifft, in Toiletten und Umkleiden. Lesen Sie mehr über Toilettenkabinen und Schränke aus Kompaktplatte (auf Dänisch).
Dazwischen liegen Räume, die feucht, aber nicht nass sind, etwa eine Personalküche. Hier können die Schränke aus HPL auf Trägerplatte sein, während die Platte um die Spüle eine Kompaktplatte ist. Dort ist das Geld oft am besten angelegt.
Die Stärke richtet sich danach, was die Platte tragen muss und wie weit sie spannt. Trennwände und Türen von Toilettenkabinen werden meist aus Kompaktplatten von 12 bis 13 mm gefertigt. Ein Waschtisch, der ein Waschbecken tragen und frei zwischen den Konsolen spannen muss, wird aus einer stärkeren Platte gefertigt, z. B. 20 mm.
Die Kompaktplatte ist schwer und hart, deshalb wird sie mit Hartmetallwerkzeug gesägt und gebohrt, und die Bearbeitung dauert länger als bei einer Holzwerkstoffplatte. Die Kanten müssen nicht geschlossen werden. Sie werden geschliffen und gefast, sodass der Kern Teil der Optik wird. Sehen Sie, was wir aus Kompaktplatte bauen.
Beide Oberflächen werden mit Wasser und üblichen Reinigungsmitteln gereinigt, und keine muss geölt oder gestrichen werden. Ein tiefer Kratzer lässt sich nicht wegschleifen wie bei geöltem Holz. Werden die Möbel vor allem durch Stöße beansprucht, kann geöltes Sperrholz deshalb die bessere Wahl sein, weil sich die Oberfläche vor Ort auffrischen lässt. Siehe Multiplex, MDF oder Spanplatte.
Die Kompaktplatte ist HPL in voller Stärke. Normales HPL ist eine dünne Schicht Hochdruck-Schichtstoff, die auf eine Trägerplatte geklebt wird. Die Oberfläche ist dieselbe, aber die Kompaktplatte hat keine Trägerplatte, die durch Wasser Schaden nehmen kann.
Die Oberfläche verträgt Wasser, die Trägerplatte nicht. Wo Wasser an Kanten und Bohrlöcher kommt, quellen Spanplatte und MDF früher oder später auf, und hier ist die Kompaktplatte die sichere Wahl. HPL auf einer feuchtebeständigen Trägerplatte kann dort eingesetzt werden, wo nur Feuchtigkeit in der Luft ist.
Das hängt davon ab, was die Platte tragen muss. Für Trennwände und Toilettenkabinen sind 12 bis 13 mm üblich, für Waschtische mit Waschbecken eine stärkere Platte, z. B. 20 mm. Fordert die Leistungsbeschreibung eine bestimmte Stärke, gilt diese.
Die Platte besteht durch und durch aus Schichtstoff statt aus einer dünnen Schicht auf einer günstigeren Trägerplatte, und sie ist schwerer und aufwendiger zu bearbeiten. Die Kanten müssen nicht geschlossen werden, und die Platte muss nicht ausgetauscht werden, weil sie Wasser gezogen hat.
Melamin ist eine einzelne Lage harzgetränktes Papier, die direkt auf die Spanplatte gepresst wird. HPL besteht aus mehreren Lagen, die für sich verpresst und anschließend aufgeklebt werden, und verträgt mehr Abrieb und mehr Stöße. Beide sitzen auf einer Trägerplatte und haben dieselbe Schwäche, wenn Wasser an die Kante kommt.